Offener Brief an die Kollegen Redaktion der „Freien Presse“ in Zwickau

Liebe Kollegen der „Freien Presse“ in Zwickau,

zuerst möchte ich mich für die Veröffentlichungen anlässlich der Bundestagswahl bedanken. Ich finde es gut und richtig, dass eine renommierte Zeitung, wie die Ihrige, die Bürger informiert, wer am 24. September zur Wahl steht. Ich hoffe, dass Sie diese positive Aktion in den nächsten Wochen weiter fortführen.

Leider haben sich bei der Darstellung meiner Person einige klitzekleine Ungenauigkeiten eingeschlichen. Auf diese möchte ich Sie hinweisen, damit sich der Fehlerteufel in Zukunft nicht wieder ungewollt einschleicht.

Dieser Fakten Check soll keine Kritik an den journalistischen Fähigkeiten der/des Kollegen sein, sondern eine hilfreiche Anregung unter Kollegen.
Fakten Check:

  1. Überschrift: Hier steht nach meinem Namen in Klammern …“Heimat Region…“, das ist nur teilweise richtig, denn in den Wahlunterlagen steht „Heimat Region Zwickau“
  2. Hinter Videojournalist steht „…Hit-TV….“ in Klammern, dies ist unvollständig und sachlich falsch. Hit-TV ist ein kasachischer Musiksender. Die korrekte Bezeichnung ist hier Hit-TV.eu
  3. Im Artikel steht: “ Der Selbständige…“, dies ist auch nicht richtig, denn ich bin seit mehreren Jahren angestellter Geschäftsführer der Hit TV Europa Broadcast UG (haftungsbeschränkt)
  4. Zitat „… der für den Verein Heimat Region Zwickau antritt..“ Hier stimmen gleich zwei Fakten nicht. Einerseits ist die korrekte Bezeichnung des Vereins „Heimat Region Zwickau e.V.“, andererseits trete ich nicht im Namen des Vereins an, denn dies wäre satzungsgemäß nicht zulässig und ich bin auch in keiner Weise durch den Verein beauftragt, gewählt oder nominiert. Den Name habe ich eher zufällig gewählt, da er für mich als Bürgerkandidat das ausdrückt, was ich möchte, meine Heimat, die Region Zwickau in Berlin zu vertreten.
  5. Zitat: „….steht politisch rechts…..“ ist eine eindeutige Wertung des Schreiber, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann.
    Ich habe daher meine Aussagen (http://www.h-r.net/?page_id=78 ) unter diesem Gesichtspunkt angeschaut und den politischen Parteien zugeordnet. Bei Punkten, die mehrere Parteien vertreten, habe ich die Zuordnung zu der Partei gemacht, die am öffentlichkeitswirksamsten das Thema vertritt. Dadurch kann es zu kleineren Verschiebungen kommen. Hier das Ergebnis:
Zuordnung Anzahl Prozent
Links/SPD 38 25,17
Grün 18 11,92
FDP 9 5,96
Union 26 17,22
AfD 22 14,57
eigene Ideen (ohne Zuordnung zu einer Partei) 38 25,17
Gesamtaussagen: 151

Betrachtet man diese Übersicht, kann ich keine eindeutig „rechts“ gerichtete Einordnung feststellen. Somit betrachte ich es als eine rein subjektive Wahrnehmung des Autors.

Insgesamt sehe ich jedoch mich im derzeitigen politischen Spektrum überhaupt nicht in einer Richtung einordenbar, da ich einen anderen Politikansatz habe, der jenseits der Ideologien der einzelnen Parteien ist. Ich sehe meine Tätigkeit bürger- und praxisorientiert ohne ideologischen Überbau, darum auch meine parteilose Kandidatur.

  1. Zitat: „… warnt vor der nächsten Flüchtlingswelle….“ Diese Aussage ist richtig, jedoch im Kontext der vorhergehenden Aussage “ ….steht politisch rechts…“ wird diese Aussage dazu benutzt ein „rechtes Bild“ zu zeichnen und die subjektive Meinung des schreibenden Journalisten zu untermauern. Dabei ist diese Aussage von mir eine sachliche und nüchterne Feststellung, die ähnlich der österreichische Außenminister Sebastian Kurz und der Kanzlerkandidat der SPD Martin Schulz getroffen hat. In Anbetracht dass ca. 1 Million Menschen in Libyen sind, die das Mittelmehr überqueren wollen und hunderttausenden, die in Italien sind, muss man kein großer Prophet sein, um diese Aussage treffen zu können.

Dieser Brief ist meine subjektive Sicht auf die Dinge und ich möchte ihn als Hilfestellung für die Kollegen betrachten. Vielleicht ist es auch eine kleine Denkanregung warum ich die Aussage „…. Und kritisiert stetige Manipulation durch mediale Propaganda. …“  getroffen habe.

 

Mit kollegialen Grüßen

Heiko Richter
Journalist und parteiloser Kandidat für die Wahl des Deutschen Bundestages 2017

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