Zukunftsideen für Zwickau und die Region – (20) – Würdigung des Ehrenamtes und Förderung des Engagements der Bürger

Tagtäglich gibt es zahlreiche Zwickauer, die ehrenamtlich tätig sind. Egal ob als Trainer, Verkehrshelfer vor Schulen oder bei der freiwilligen Feuerwehr und an vielen anderen Stellen.Unser aller Dank gehört diesen Menschen, die in ihrer Freizeit dafür sorgen, dass unser Leben sicherer oder angenehmer wird. Solch ein Engagement kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Doch von einem Danke allein, kann sich keiner etwas kaufen.

Auf der anderen Seite, investiert die Stadt Zwickau jedes Jahr viel Geld in verschiedene Einrichtungen, wie z.B. das Theater, den Nahverkehr oder in andere durchaus sinnvolle Projekte.

Meine Idee wäre es, wenn die Stadt Geld gibt, sollte auch etwas für die Bürger, die für die Allgemeinheit etwas leisten eine Anerkennung zurückfließen. Diese könnte man dann, aktiven Zwickauern weiter geben. Als Beispiel: kostenfreie Theaterkarten, kostenfreie Monatskarten der SVZ, Wertgutscheine für Strom bei der ZEV oder auch Freikarten für Heimspiele des FSV oder zu anderen Sportevents, aber auch Gutscheine für Bäder und ….

Es muss nicht immer Bares sein, worüber sich Menschen freuen. Gerade, wenn freie Kapazitäten bestehen, ist es eine win-win Situation.

Mit diesem Modell gäbe es auch noch einen weiteren Effekt. Man würde noch mehr Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten gewinnen und motivieren sich selbst in der Gemeinschaft einzubringen.

Das Handling könnte man über eine zentrale Webseite organisieren. Hier könnte man monatlich die zur Verfügung stehenden Anerkennungen einstellen und anbieten. Jeder Zwickauer kann dann Menschen, die sich in irgendeiner Form engagieren, vorschlagen. Bei mehreren Bewerbern entscheidet ein Voting über die Vergabe. Damit erreicht man eine breite Bürgerbeteiligung. Natürlich kann man auch per Telefon oder Brief Menschen vorschlagen. Hier erfolgt die Eingabe ins System durch die Stadtverwaltung. Am 1. des Folgemonats werden die Gewinner bekannt gegeben.

Eine weitere Möglichkeit für ehrenamtliche Tätigkeit wäre auch das Patenschaften ausgeschrieben werden. z.B. über die Pflege von bestimmten Grünflächen, Spielplätzen, Blumenkübeln und….. Hierbei wird ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen, in dem bestimmte Arbeiten definiert werden. Material stellt die Stadt, die Arbeitskraft der Pate. Hierfür gibt es dann für den Pate einen Betrag X. So kann jeder, (eventuell auch Jugendliche und Familien) sich ein paar Euro zusätzlich verdienen.

Dieses Modell kann man auch auf gesamte Projekte (oder Teile davon) ausweiten, wie z.B. das Sanieren von leerstehenden Gebäuden.

Dabei entsteht auch wieder eine win-win Situation. Nebenbei wird die Identifikation und das Gemeinschaftsgefühl der Bürger für ihre Stadt gestärkt. Wenn z.B. Der Tunnel Zentralhaltestelle von Bürgern gereinigt würde, dann wäre die Sensibilität, ihn vor erneuter Verunreinigung zu schützen größer, als wenn die Reinigung von einer Firma ausgeführt wird.

Man sollte daher bei jedem Projekt eine Bürgerbeteiligung prüfen.

Eine weitere Idee, wäre eine Internetbörse, in der Aufgaben, die in der Stadt zu erledigen sind, eingestellt werden. Ebenso wird eine Honorierung dazu vorgeschlagen. Jeder Nutzer dieser Börse, kann dann die “Aufgabe kaufen” oder ein anderes Preisangebot abgeben. Bekommt er den Zuschlag, hat er die Aufgabe innerhalb einer vorgegebenen Zeit auszuführen. Nach der Ausführung kann er den Auftrag als erledigt melden und bekommt das Geld überwiesen. Bewerben für solche Aufgaben kann sich jeder, ob Jung oder Alt. Ich kann mir vorstellen, dass vor allem junge Leute (Schüler und Studenten), aber auch Senioren sich den einen oder anderen Euro dazu verdienen wollen. Als Anbieter können auch Privatpersonen oder Firmen Aufgaben in der Börse ausschreiben.
Ein fiktives Beispiel dazu: An einer Brücke gibt es ein illegales Graffito.
Dies wird fotografiert und die Reinigung wird in die Börse für 50 € gestellt. Ein Student reinigt die Brücke und sendet ein Foto nach der Reinigung ans System. Nach einer Kontrolle bekommt er den Betrag gutgeschrieben.

So könnte man schnell und unbürokratisch die Stadt schöner und lebenswerter machen.

Die Diskussion zum Thema kann man hier bei Facebook führen:

Alle Zukunftsideen findet man auch unter www.h-r.net.


Text:/Foto  ©Heiko Richter

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